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Formel 1

Alonso exklusiv: Darum verlasse ich die Formel 1
Am Dienstag erschütterte Fernando Alonso die Formel-1-Welt mit seinem Rücktritt nach dieser Saison. Nach 18 Jahren in der Königsklasse strebt der Spanier nach neuen Herausforderungen. So ist es bereits seit Langem ein offenes Geheimnis, dass der zweifache Weltmeister von der sogenannten "Triple Crown" träumt - Triumphe beim Grand Prix von Monaco, den 24 Stunden von Le Mans und bei den Indy 500. Zwei Siege im Fürstentum sowie ein Erfolg in Le Mans hat Alonso bereits auf seinem Konto. Zuletzt sorgte er mit einem Rundumschlag gegen die Formel 1 für Gesprächsstoff. Im Rahmen der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) in Silverstone (Qualifying ab 14.30 Uhr, Rennen am Sonntag ab 14.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) spricht der 37-Jährigen im SPORT1-Interview über seinen Rücktritt, Ziele und eine mögliche Rückkehr in die Formel 1. SPORT1: Fernando Alonso, schön Sie zurück in der WEC zu sehen. Wie ist es, nach einer neunwöchigen Pause wieder im Toyota Hybrid zu sitzen? Fernando Alonso: Es ist toll - vor allem nach Le Mans. Man erinnert sich immer wieder an diesen Moment, diesen Tag zurück. Jetzt haben wir endlich das Team wiedergesehen und können mit der Arbeit weitermachen. Es war ein guter Freitag für uns mit einer Menge Tests und Informationen. Jetzt ist es an der Zeit, sich auf das Qualifiying vorzubereiten. SPORT1: Am Dienstag haben Sie eine Bombe platzen lassen, als Sie ihren Rücktritt aus der Formel 1 nach dieser Saison verkündet haben. Warum haben Sie diese Entscheidung getroffen? Alonso: Das ist Teil des Prozesses. Die Formel 1 kann mir im Moment einfach nicht die Herausforderungen bieten, die ich mir in meinem Kopf vorgestellt habe. Ich bin glücklich mit meiner Entscheidung und schaue jetzt in die Zukunft. SPORT1: Was sind die Herausforderungen für die Zukunft, die "Triple Crown" ist ja kein Geheimnis? Alonso: Ja, das ist vermutlich eines der Ziele. Aber da wird noch mehr kommen. Ich arbeite daran. SPORT1:  In Daytona gibt es wieder eine Rolex für Sie zu gewinnen. Sie haben bereits eine aus Le Mans. Die zweite wäre schön oder? Alonso: Ja das wäre super. Mehr von diesen Kult-Rennen hinzuzufügen, wäre toll.  Aber man muss auch den Kalender anschauen. Ich bin bereit, das Leben ein wenig mehr zu genießen. Ich fahre seit  18 Jahren Rennen. Ich will mehr Zeit für meine Familie und Freunde. Das war auch ein Aspekt für die Entscheidung zu einem Formel-1-Rücktritt. Ich möchte Rennen fahren und zugleich mehr Freizeit. SPORT1: Gibt es eine Chance auf ein Formel-1-Comeback? Alonso: Wir werden sehen, was für Möglichkeiten sich bieten. Ich bin noch immer jung. ---- Lesen Sie auch: Alonso rechnet mit der Formel 1 ab Hammer! Alonso tritt aus Formel 1 zurück
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"Schwache Action": Alonso rechnet mit Formel 1 ab
Keine Action, keine Spannung, dafür viel Blabla: Drei Tage nach seiner Rücktrittsankündigung zum Jahresende hat der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso zum Rundumschlag gegen die Formel 1 ausgeholt. "Ich höre auf, weil die Action auf der Strecke meiner Meinung nach richtig schwach ist", sagte der Spanier, der am Wochenende mit Toyota in der Langstrecken-Weltmeisterschaft im englischen Silverstone (Qualifying, Sa. ab 14.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) antritt. Alonso kritisiert fehlende Action auf der Strecke Der 37-Jährige konkretisierte: "Wir reden in der Formel 1 über so viele Dinge, die abseits der Strecke stattfinden. Wir sprechen über Polemik, über Funksprüche. Wenn man das so häufig macht, ist das ein schlechtes Zeichen. Dann war die Action auf der Strecke nicht gut." Genau dieses Gefühl gebe ihm die Formel 1 derzeit. Früher sei das anders gewesen, merkte Alonso an, der seit 2013 auf einen Sieg in der Motorsport-Königsklasse wartet. Seine Einschätzung habe aber nichts mit dem Ausbleiben persönlicher Erfolge zu tun, beteuerte der Weltmeister von 2005 und 2006. "In den Jahren 2003, 2004, 2008 und 2011 habe ich nicht viele Rennen gewonnen. Aber es war schwieriger vorauszusagen, was in Spa oder Monza passieren würde", sagte der McLaren-Fahrer: "Jetzt kann man vorher schreiben, was passieren wird. Wir können die ersten 15 Plätze vorhersagen und liegen bis auf ein oder zwei Fehler richtig." Traum von der "Triple Crown" Er selbst sei mit sich und der Formel 1 allerdings im Reinen, erklärte der 32-malige Grand-Prix-Sieger, "denn ich habe in 18 Jahren mehr erreicht, als ich mir hätte erträumen können. Aber für andere oder auch junge Fahrer ist es schwierig. Sie hoffen, dass ihr Team im nächsten Jahr unglaubliche Arbeit leistet oder dass sie einen Anruf von anderen Teams bekommen. Für ambitionierte Fahrer ist es schwierig geworden. Und das wird es auch in Zukunft, wenn sich nichts ändert." Wie es für ihn persönlich weitergeht, verriet Alonso auch am Freitag nicht. Als wahrscheinlich gilt ein dauerhaftes Engagement in der Indy-Car-Serie in den USA. Auch eine Fortsetzung seines Engagements in der Langstreckenweltmeisterschaft, in der er im Juni mit einem weit überlegenen Toyota die "24 Stunden von Le Mans" gewann, erscheint möglich. Alonso hatte zuletzt immer wieder erklärt, die sogenannte "Triple Crown" gewinnen zu wollen. Triumphe beim Grand Prix von Monaco, in Le Mans und bei den Indy 500 hat bislang nur der Brite Graham Hill geschafft. Alonso fehlt noch der Sieg in Indianapolis, bei seinem bislang einzigen Versuch 2017 durfte er lange davon träumen, ehe ihn im letzten Rennviertel ein Motorschaden ausbremste. Formel-1-Comeback nicht ausgeschlossen Trotz all seiner Kritik wollte Alonso übrigens auch eine mittelfristige Rückkehr in die Formel 1 nicht ausschließen. Er fahre "momentan auf dem besten Level" seiner Karriere, sagte er gewohnt selbstsicher und fügte an: "Warum sollte man Türen schließen, wenn in der Zukunft alles möglich ist?" In der Formel 1 hat der Ehrgeizling aus Asturien allerdings viel verbrannte Erde hinterlassen. Wenn zuletzt Top-Cockpits zu besetzten waren, wurde Alonso trotz erwiesener Klasse stets übergangen. Sein langjähriger Ferrari-Teamkollege Felipe Massa glaubt, den Grund zu kennen. "Wenn Fernando das Visier runterklappt, wird er zu einer anderen Persönlichkeit. Er kann ein Team spalten", sagte der Brasilianer zuletzt.
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McLaren klärt Alonso-Nachfolge
Zwei Tage nach der Rücktrittsankündigung des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters Fernando Alonso zum Saisonende hat dessen Rennstall McLaren die Nachfolge geregelt. Wie das Traditionsteam aus Woking am Donnerstag bekannt gab, wird Alonsos spanischer Landsmann Carlos Sainz jr. (23) im kommenden Jahr den Platz des 37-Jährigen einnehmen. Der Sohn von Rallye-Legende Carlos Sainz unterzeichnete bei McLaren einen Vertrag über mehrere Jahre. "Ich freue mich, endlich bestätigen zu können, dass ich ab der Saison 2019 ein McLaren-Fahrer sein werde. Ich bin sehr gespannt auf das nächste Kapitel meiner Karriere", sagte Sainz, der aktuell bei Renault Teamkollege des Emmerichers Nico Hülkenberg ist. Sainz: Seit Kindesalter McLaren-Fan "Ich bin ein McLaren-Fan, solange ich mich erinnern kann. Es ist etwas ganz Besonderes, dass ich als Teil der nächsten Generation spanischer Rennfahrer am Steuer eines McLaren Platz nehmen werde", führte Sainz aus, dessen Renault-Cockpit 2019 an den Australier Daniel Ricciardo (derzeit Red Bull) geht. Sainz bestreitet aktuell sein viertes Jahr in der Motorsport-Königsklasse, mit 30 Punkten belegt er neun Rennen vor Saisonende den elften Rang in der Fahrer-WM. McLaren kündigte weiter an, den zweiten Stammfahrer für 2019 in Kürze bekannt zu geben. Der Vertrag des Belgiers Stoffel Vandoorne (26) läuft am Jahresende aus, McLaren-Ersatzfahrer Lando Norris (18/Großbritannien) werden gute Chancen auf das zweite Cockpit eingeräumt.
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