Motorsport

F1-Rekordsieger: Hamilton macht Jagd auf Schumacher
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Vettel steht vor dem Scheitern
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F1-Legende: Vettel wie Schumacher am Karriereende
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Presse nach England-Crash: "Schmeißt Vettel hin?"
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Vettel demoliert seinen Legendenstatus
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Vergne verteidigt Titel in Formel E erfolgreich
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Formel 1

F1-Rekordsieger: Hamilton macht Jagd auf Schumacher
Die Rekordsieger der Formel 1 zum Durchklicken: Beim Großen Preis von Großbritannien heißt der Sieger am Ende Lewis Hamilton. Mit seinem 80. Erfolg in der Königsklasse des Motorsports macht der Brite nun Jagd auf Michael Schumacher Nur elf Siege trennen Hamilton noch vom Allzeit-Rekord. SPORT1 zeigt die Rekordsieger der Formel 1 im Überblick.
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Vettel steht vor dem Scheitern
Ferrari und Sebastian Vettel! Eine Allianz der unerfüllten Wünsche und Träume? Mythos und Wirklichkeit passen nicht zusammen. Die Roten sind schon lange keine Trendsetter mehr, die Richtungen vorgeben und die Emotionen der Tifosi beherrschen. Zu lang ist die Reihe der Enttäuschungen und Demütigungen, der eigenen Fehler und missglückten Strategie-Entscheidungen. Die Fallhöhe ist groß, das Denkmal bröckelt gewaltig. Während sich Mercedes in der Hybrid-Ära mit einer roboterhaften Genauigkeit und Stringenz kontinuierlich auf höchstem Niveau weiterentwickelt, geht die Scuderia mit schwer belasteten Schultern ein ums andere Mal in die Knie. Immer wieder Neuanfänge, Personalwechsel auf entscheidenden Positionen, die dafür sorgen, dass die Achterbahnsause in Maranello nicht an Fahrt verliert. Vettel lässt zu viel liegen Die Sehnsucht nach Erfolgen bringt einen enormen Druck von außen und von innen. Sebastian Vettel wollte den Mythos Ferrari wiederbeleben, mit einem WM-Titel mit dem Cavallino Rampante seine Karriere krönen. Aber auch im fünften Jahr der Zusammenarbeit steht er früh vor einem Scheitern. Der Abschuss von Verstappen in Silverstone ist sein achter gravierender Fehler in 21 Rennen. Wie 2014 bei Red Bull (damals gegen Ricciardo) sieht er auch 2019 gegen den eigenen jungen, talentierten, charismatisch wirkenden Youngster-Teamkollegen nicht gut aus. Leclerc holt aus den sich bietenden Chancen mehr raus, während der Heppenheimer einfach zu viel liegen lässt. In den vergangenen drei GPs ist er sowohl im Qualifying als auch im Rennen dem Senkrechtstarter an seiner Seite unterlegen. Sein Nummer-1-Status im Team ist ins Wanken geraten. Dass der 21 Jahre alte Monegasse die Zukunft von Ferrari verkörpert, wird immer klarer, während der 32-jährige Deutsche zunehmend verzweifelt und desillusioniert wirkt. Sein letzter Sieg liegt fast elf Monate zurück. Das ist die eine Seite der Medaille, die den Kritikern zunehmend Futter liefert und die Diskussionen befruchtet, ob Vettel am Ende der Saison den Stecker ziehen könnte - trotz eines Vertrags bis Ende 2020. Teamchef Binotto gefordert Die andere Seite zeigt aber auch die Gründe, warum es bei Ferrari nach wie vor nicht so läuft, wie es viele hoffen und erwarten. Das Team ist auf vielen Positionen jung besetzt. Im Gegensatz zu den Koryphäen bei den Sternen müssen sie erst noch Erfahrungen sammeln, wie man in bestimmten Situationen reagiert, welche Entscheidungen zu treffen sind. Da ist ein starker Mattia Binotto als Teamchef gefordert. Der erkennt als gewiefter Ingenieur die technischen Notwendigkeiten. Aber es geht nicht darum, sich in kleinteilige technische Entwicklungen einzumischen. Management-Qualitäten sind derzeit wichtiger. Er muss das Große und Ganze regeln, an die richtigen Leute delegieren. Vorhandenes Know-how in seinen Reihen in die richtigen Bahnen lenken. Vettel will zu viel erzwingen Toto Wolff beherrscht das brillant, hat im Laufe der Jahre eine gut geölte Maschine aufgebaut, die ohne Einmischung von "Oben" bestens funktioniert, in der jeder genau weiß, was er kann und was er zu tun hat. Dafür braucht es Zeit – viel Zeit, bis Ferrari dahin kommt. Die sich Vettel nicht nehmen will. Er drängt und drückt, will dabei zu oft zu viel erzwingen. Die Aktion gegen Verstappen in Silverstone ist Ausdruck dieses überzogenen Wollens. Er sieht eine Minilücke, die er mit Gewalt nutzen will. Aber wie kommt er auf den Gedanken, dass Verstappen ihm innen freiwillig die Tür aufmacht, damit er vorbeiziehen kann? Ausgerechnet Verstappen! Fehler, die eines viermaligen Weltmeisters nicht würdig sind. Einer Situation geschuldet, die Vettel schwer zusetzt. Superhirne fehlen Vettel Er stellt sich permanent vor die Mannschaft, egal was passiert. Er beschwört den Teamgeist bei Ferrari, versucht anzutreiben, Entwicklungen zu forcieren. Das kostet viel Kraft. Der Heppenheimer schafft es nicht mehr, purer Racer zu sein, frei zu fahren, seine Qualitäten auszuspielen. Die absoluten Top-Stars wachsen an ihren Herausforderungen. Die ständigen Vergleiche mit Schumacher sind dabei aber wenig förderlich. Denn der hatte mit Superhirn Ross Brown und Strategieweltmeister Jean Todt zwei Magier an seiner Seite. Die fehlen Vettel. Allein kann er den Berg, der sich vor Ferrari aufgetürmt hat, nicht versetzen. Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 bestellen - hier geht's zum Shop | ANZEIGE Ist er in seiner Entwicklung am Ende? Kann er sich noch steigern, einen in sich ruhenden Hamilton ernsthaft gefährden? Schwer zu beantwortende Fragen. Ihm droht seine schwächste WM-Platzierung seit ewigen Zeiten. Vettels Ehrgeiz pocht noch Sein ständiges Genöle gegen die aktuellen Fahrzeuge und die Auslegung von Regeln ist kein gutes Zeichen, lässt Zweifel aufkommen. Aber nicht an seiner Motivation! Der Ehrgeiz des Vollblut-Racers pocht immer noch in seinen Adern. Davon bin ich überzeugt. Aber im Moment ist er nicht die charismatische Galionsfigur, die eine in der Selbstfindung stehende Truppe mitreißen und auf den richtigen Weg lenken kann. 2019 wird Ferrari an der bestehenden Hierarchie und Dominanz von Mercedes nicht rütteln können. Im Gegenteil. Die Scuderia muss aufpassen, dass sie nicht von Red Bull noch ins Abseits gestellt wird! Quo vadis, Ferrari? Eine spannende Frage!
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F1-Legende: Vettel wie Schumacher am Karriereende
Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton war auch bei seinem Heimrennen in Silverstone nicht zu schlagen und hat den Vorsprung in der Gesamtwertung weiter ausgebaut. Das große Gesprächsthema nach dem Großbritannien-GP war aber die Kollision von Sebastian Vettel und Max Verstappen. Der Ferrari-Star bekam dafür von der Rennleitung eine Zehn-Sekunden-Strafe aufgebrummt - doch wie beurteilen die Protagonisten selbst den Crash?  Eine F1-Legende vergleicht Vettel mit Michael Schumacher - allerdings nicht zu dessen besten Zeiten. SPORT1 fasst die Stimmen von Sky, RTL und aus der Boxengasse zusammen. Lewis Hamilton (Mercedes), 1. Platz: "Ich kann nicht sagen, wie stolz ich bin. Man denkt, man kann sich an so etwas gewöhnen, nein, es ist jedes Mal wie das erste Mal. Du musst einfach an dich und deine Fähigkeiten glauben. Gestern habe ich einen Wackler gehabt. Du musst versuchen, die Balance wieder zu finden. Ich muss aber auch allen danken, die mit mir zusammenarbeiten, die Leute in der Werkstatt. Sie arbeiten so hart für mich. Sie werden niemals richtig erfahren, wie dankbar ich für ihren Einsatz bin." über die Schlussphase des Grand Prix: "Ich hatte Probleme mit den Reifen und es gab immer mehr Vibrationen. Ich habe gewusst, dass ich hätte stoppen müssen. Aber ich habe mir gesagt: Ich bleibe draußen. Ich wollte nicht das Risiko eingehen, nach dem Boxenstopp rauszufliegen. Es kann viel schiefgehen. Die letzte Runde war die Qualifying-Runde, die ich gestern hätte zeigen müssen." Valtteri Bottas (Mercedes), 2. Platz: "Ich war vorne, hatte die Lücke beim Boxenstopp. Aber dann kam das Safety Car und ich musste am Ende noch einmal stoppen. Es war nicht mein Tag. Natürlich gibt es positive Dinge. Die Rennpace war gut, die Pole und auch das Duell. Ich werde weiterkämpfen. Es ist noch nicht vorbei." Charles Leclerc (Ferrari), 3. Platz:  "Ich habe im Auto noch nie so viel Spaß gehabt, wie in diesem Rennen. Aber wir müssen an der Rennpace arbeiten. Das letzte Rennen hat mir die Augen geöffnet - hat mir gezeigt, was eigentlich geht. Toll, dass wir in der Formel 1 am Limit kämpfen können." über die Stärke von Red Bull: "Ich habe erwartet, dass sie so stark sein werden. Sie sind schon seit ein paar Rennen sehr, sehr stark. Im Rennen können sie mit den Reifen besser umgehen und nach vier, fünf Runden sind sie sehr nah an uns dran oder sogar schneller." Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 bestellen - hier geht's zum Shop | ANZEIGE Max Verstappen (Red Bull), 5. Platz: "Ich griff an, kam außen vorbei und verteidigte mich in Kurve 17. Da krachte er mir ins Heck. Hier konnte man erwarten, dass ich die Tür zumache. Ich denke, er hat eindeutig seinen Bremspunkt verpasst, die Reifen haben blockiert und er hat mich getroffen. Aber wir haben uns schon ausgesprochen, er hat sich entschuldigt. Jetzt können wir es sowieso nicht mehr ändern. Gut, dass ich noch Punkte sammeln konnte, denn mein Auto war am Ende nicht mehr bei 100 Prozent." über die Strafe gegen Sebastian Vettel: "Das zählt am Ende nicht mehr, wenn man das Rennen verloren hat." über den Zustand seines Fahrzeugs nach der Kollision: "Beim Bremsen bin ich also jedes Mal nach vorne gerutscht. Und in den Highspeedkurven rutschte ich nach links oder rechts. Ich war überrascht, dass ich mit dem Auto weiterfahren konnte. Es gab einen harten Schlag, dann bin ich über den Kerb geflogen und im Kiesbett gelandet." Nico Hülkenberg (Renault), 10. Platz: "Es wäre schon mehr drin gewesen. Wir haben uns nicht gut angestellt mit der Strategie. Im ersten Stint hatte ich ziemliche Reifenprobleme, wollte früher stoppen. Aber das Team hat meine Hilferufe ignoriert und mich draußen gelassen. Beim Restart hat mich Checo (Sergio Pérez, Anm. der. Red.) neben die Bahn gehauen und ich habe einen Platz verloren. Zum Schluss hatten wir ein Motorenproblem, das wir noch resetten mussten. Da habe ich noch einen Platz verloren. Dann hat mich Albon noch gekriegt. Es wäre mehr drin gewesen, das ist schade." Sebastian Vettel (Ferrari), Platz 16: "Ich hatte das Gefühl, er zieht wieder nach rechts - zumindest auf die Mitte der Strecke. Ich wollte auf die Innenbahn, weil ich ein bisschen Überschuss hatte. Aber in dem Moment ist die Lücke wieder zugegangen. Da war ich dann zu dicht dahinter. Ich bin natürlich nicht zufrieden. Das war schon doof, weil ich glaube, das Ergebnis wäre gut gewesen. Aber das geht auf meine Kappe. Ich war auch schon bei Max und habe mich entschuldigt." über seinen Konter, der zur Kollision geführt hat: "Er hat noch einen kleinen Fehler gemacht und da dachte ich: Jetzt habe ich noch eine Chance. Aber viel mehr als der vierte Platz wäre eh nicht möglich gewesen." über die Lehren aus dem Rennen: "Ich glaube, es war auch die richtige Entscheidung, draußen zu bleiben. Natürlich hatten wir Glück mit dem Safety Car. Der Speed war in Ordnung. Ich glaube, man konnte sehen, dass Red Bull ein bisschen schneller war – dass Max ein bisschen schneller war." über die Enttäuschung: "Wir waren auf Kurs zu einem guten Rennen mit einem guten Speed. Aber ich habe es mir selbst schwierig gemacht." David Coulthard (Ex-Pilot als Experte bei Channel 4): "Wenn ich Sebastian sehe, wie er Max trifft…Michael Schumacher hat am Ende seiner Karriere auch angefangen, in andere Autos zu krachen und dachte erst, die vor ihm würden zuerst bremsen bis er realisiert hat, dass er der gemeinsame Nenner ist." Toto Wolff (Mercedes-Motorsportchef): "Ich glaube, hier auf der Strecke mit dem Temperaturen war der Mercedes das schnellste Auto im Rennen. Aber das kann bei anderen Rennen auch anders sein." über das Duell zwischen Bottas und Hamilton zu Rennbeginn: "Das war gut – faires Racing, denke ich, und spannend." über den Zustand der Reifen gegen Rennende: "Valtteri hat gesagt, da ist nichts mehr in den Reifen übrig für die schnellste Runde. Dass er (Lewis Hamilton, Anm. d. Red.) dann noch einmal so eine Runde hinlegt, stellt alle Daten, die wir haben, ad absurdum." Mattia Binotto (Ferrari-Teamchef): "Sebastian hat einen Fehler gemacht, er weiß das genau. Es tut mir sehr für ihn leid, ich muss mit Vettel reden. Sein Rennrhythmus, auch gemessen an Leclerc, war nicht schlecht, das muss er als positives mit nach Hause nehmen. Sebastian ist ein Vollprofi, der sich selber sehr gut einschätzen kann, auch seine Fehler. Wir müssen es schaffen, ihm ein Auto zu geben, mit dem er sich voll einbringen kann, mit einer Abstimmung, die eher nach seinem Geschmack ist. Ihm selber ist es am klarsten, dass es wichtig ist, solche Fehler nicht zu machen." über das Kräfteverhältnis in der Formel 1: "Uns war klar, dass Silverstone für uns nicht das einfachste Pflaster sein würde. Daher hatte uns das gute Abschneiden im Qualifying überrascht. Aber das Rennen hat Mängel in Sachen Reifen-Management verdeutlicht. Wenn wir zulegen wollen, dann muss das besser werden."
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